Warum machen wir das?

Prävention kann einem frühen Beginn und einer Ausbildung von Ängsten entgegenwirken und den Betroffenen viel Leid ersparen. Insbesondere unter dem Augenmerk, dass viele Angststörungen mit Problemen in der sozialen, kognitiven und emotionalen Entwicklung der Kinder einhergehen und komorbide Störungen auslösen können. Die geringe Remissionswahrscheinlichkeit und die Möglichkeit die Störung bis ins Erwachsenenalter mitzunehmen bieten weitere Gründe für den Einsatz von präventiven Programmen gegen Angst und Angststörungen (Kühl et al., 2010, p. 240).

Mit acht bis neun Jahren sind die meisten Kinder in der dritten Grundschulklasse und ersten Bewertungen ihrer Leistung gegenübergestellt, aber auch mitten in der Phase die vom kognitiven Wachstum bestimmt wird, weshalb sich präventive Maßnahmen besonders in dieser Phase der kindlichen Entwicklung und schulischen Laufbahn empfehlen.

Zudem gibt es meist, trotz des Verlangens des Ausweichens, keine Möglichkeit, um die Leistungssituation zu umgehen und somit der Angst zu entkommen, was zwingend zu einer Konfrontation mit der Situation führt (Suhr-Dachs & Döpfner, 2005, p. 11). Für eben diese Konfrontation sollten die Kinder entsprechend vorbereitet und unterstützt werden.

Warum spielerisch und warum digital?

Während der Grundschulzeit verändert sich das Children’s Play, welches bisher eine Verbindung zwischen Spielen und Lernen darstellte, sodass die Kinder sich mit einer Trennung von Lernen und Spielen konfrontiert sehen. Deshalb bietet sich der Einstieg über Medien zum Lernen an dieser Stelle besonders gut an und erscheint natürlich (Ritterfeld, 2009, p. 4), weshalb wir mit dem Konzept genau an diesem Punkt ansetzten wollen.

Insbesondere für Kinder stellt der spielerische Einstieg mit neuen Medien wie digitalen Spielen einen Weg dar, der attraktiver erscheint als die Alternative.

Studien belegen, dass Serious Games und auch Health Games ebenso gut zum Lernen bestimmter Inhalte eingesetzt werden können wir traditionelles Papiermaterial.

Quellen:

Kühl, S., Bender, C., Kley, H., Krämer, M., & Tuschen-Caffier, B. (2010). Prävention sozialer Angststörungen im Kindes- und Jugendalter: Notwendig oder überflüssig? Verhaltenstherapie, 20(4), 239–246. doi:10.1159/000321928
Ritterfeld, U. (2009). Serious games: Mechanisms and effects. New York [u.a.]: Routledge.
Suhr-Dachs, L., & Döpfner, M. (2005). Leistungsängste. Therapieprogramm für Kinder und Jugendliche mit Angst- und Zwangsstörungen (THAZ): Vol. 1. Göttingen [u.a.]: Hogrefe.